Bei meiner Arbeit an der Universität war ich auf der Suche nach CFK Informationen und Fertigungsverfahren.
Folgende Infos habe ich gefunden:
Die Fertigungsverfahren entsprechen denen von glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK). Dabei werden vor allem Verfahren eingesetzt, mit denen sich hochwertige Faserverbunde herstellen lassen (Prepreg im Press- oder Autoklavverfahren, Faserwickeln). CFK-Handlaminate kommen dagegen fast ausschließlich im Kleinserienbau und in der Einzelfertigung zur Anwendung.
Wenn als Kunststoffmatrix Phenolharz verwendet und die Matrix anschließend bei Temperaturen von 800-900 °C unter Schutzgas (Stickstoff) pyrolysiert wird, kann eine neue Werkstoffklasse, der kohlenstofffaserverstärkte Kohlenstoff, erschlossen werden. Phenolharz zeigt hierbei eine Kohlenstoffausbeute > 50 Gew.%, wodurch eine poröse Carbonmatrix entsteht. Diese ist durch die Carbonfasern verstärkt. Durch wiederholtes Imprägnieren und Pyrolysieren mit Phenolharz oder anderen Materialien mit hoher Kohlenstoffausbeute, beispielsweise Flüssigpeche, kann der poröse Anteil gefüllt und die Kohlenstoffmatrix mit jeder Imprägnier- und Pyrolysestufe dichter gemacht werden. Dieses Material wird im Sprachgebrauch als CFC oder CFRC bezeichnet (Kurzform von Carbon Fiber reinforced Carbon).
Das Auffüllen der porösen Matrixstruktur kann auch über eine Gasphasenpyrolyse kohlenstoffhaltiger Gase erfolgen. Dieser Prozess ist jedoch langwieriger als der Flüssigphaseninfiltrationsprozess mit anschließender Pyrolyse.
Nachdem vor allem in Fahrrad Bau viel Carbon verwendet wird, habe ich in einem bekannten Onlineshop – tomsbikecorner.de – mal zwecks Carbon nachgefragt. Deren Wissen in dem Bereich war echt klasse. Haben mir an einigen Modellen im Laden (waren Carbon Lenker und Laufräder) viele Infos und Bilder zum Thema Carbon gezeigt. Selbst eine defekte Carbonfelge von Lew Racing hatten die im Laden. War interessant mal den Aufbau einer solchen Felge von “innen” zu sehen.
Klasse. Vielen Dank nochmal an das Team von Toms Bike Corner.